Donnerstag, 12. Januar 2012

glas und becherumschlaghäufigkeit

ein blick auf eine wg tasse
kaufmännische leute wissen, dass die umschlaghäufigkeit angibt, wie oft der durchschnittliche lagerbestand eines produktes in einer festgelegten periode aus einem lager entnommen und ersetz wurde.

besonders interessant ist der durchschnittliche lagerbestand von tassen und bechern im wg küchenregal. meine studie hat folgendes ergeben: hat ein becher oder eine tasse eine durchschnittliche lagerperiode von 1 bis 5 tagen, kannst du diese mit der öffnung nach oben stellen. dadurch wird das risiko erniedigt, doofe macken (siehe foto) in die tassen zu hauen, weil man die tassen mal wieder mit aller gewalt in das reagal quetscht.
ist jedoch die durchschnittliche lagerperiode höher, lohnt es sich die tassen falsch herum zu stellen, mit der öffnung nach unten. dann kommt nicht so viel staub in die tasse. ganz schön klug.
da trifft der kaufmännische umschlag auf einen schönen augenaufschlag...

Sonntag, 8. Januar 2012

babygeschichten

letzte woche habe ich mit meiner cousine und ihrem mann einen kinderwagen für ihr baby ausgesucht.
erst war das ganz komisch, in dem babyladen zu sein. weil wir ja noch so jung sind...
wir haben doch erst letztens noch zusammen mit unseren festen zahnspangen auf dem sofa gesessen und nitendo 64 gezockt und süßigkeiten aus dem schrank geklaut und das spiel mit der schlange und dem elektrischen würfeln gespielt, haben auf dem sportplatz den tennisball als baseball benutzt, und sind ins "stadi" gegangen um bei budni heimlich haarfärbemittel zukaufen.
die guten alten zeiten eben.
aber dann hab ich den kinderwagen geschoben und plötzlich war alles egal, was damals war. es hat sich so schön angefühlt, den wagen zu schieben und dann den schwangeren bauch zu sehen und dann zu denken, wie geil es ist, dass bald so ein kleines baby auf die welt kommt.
wer sagt, dass die guten alten zeiten vorbei sind? so ein nitendo, der funktioniert auch noch in zehn jahren.

Mittwoch, 4. Januar 2012

put your raincoat on, baby


life isn't about waiting for the storm to pass.
it's about learning to dance in the rain.
- jojos schild an der wand

Montag, 2. Januar 2012

zwanzigzwoelf

Gerade im Büro, Josefinchen zu Coach P.:
Ich wünsche dir, dass 2012 ein wunderbares Jahr wird: groß und fröhlich und mit viel Liebe. Und gaaaaaaaaaanz glitzerig. Glitzer ist nämlich das Allerschönste. 

Montag, 26. Dezember 2011

Fr hes Fest

Marienchens Bastelei
Meine liebe Schwester Marie hat gebastelt. Leider fehlt das "o". So sieht es ein bisschen unperfekt aus.
Jedes Jahr denke ich, dass das Weihnachtsfest in diesem Jahr was Besonderes wird, einfach wunderschön. Aber dann sind die Festtage da und es ist doch alles anders: Fehlerhaft, unperfekt.
Weil es doch nicht schneit.
Weil die Nägel nicht schön lakiert sind.
Weil die halbe Gans auf dem Küchenboden landet.
Weil die Tante einen nicht erkennt.
Weil Küchengeschenke einen daran erinnern, dass man älter ist als man denkt.
Weil itunes einfach kacke ist.
Weil du bei Backgamon verlierst. 
Und weil du den kleinen Lord verpasst hast.
Und dann kommt der Moment, in dem du dein Jacke nimmst, deine Schuhe anziehst, sagst "ich bin weg!", die Kellertür so laut du kannst knallst und in die Dunkelheit rennst, zu den Feldern, wo einfach niemand ist. 
Und dann badest du im Selbstmitleid. Weil du deine selbstauferlegten Erwartungen nicht erfüllt hast. Weil alles zu viel ist. Du selbst bist dir zu viel. Manchmal muss man einfach loslassen. Tränen sorgen dafür, dass die Sicht wieder klarer wird.
Oh du fehlerhafte, selbstmitleid gestattete und trotzdem von mir so geliebte Weinachtszeit.

Sonntag, 18. Dezember 2011

zu. auf. auf. zu.

meine zimmertür. zu.
gestern abend war ich schon um halb neun im bett, weil ich so müde war. weil mich das licht im flur störte, habe ich die tür zu gemacht.
das mache ich sonst nie. meine zimmertür ist eigentlich immer offen. selbst wenn es nur ein ganz kleiner spalt ist. auch nachts und wenn ich lerne und wenn freunde da sind und wenn ich mich umziehe oder telefoniere. offen. das zeigt den leuten: komm einfach rein. ich bin da.
in diesem jahr habe ich die tür vielleicht 20 mal richtig zu gemacht.20 mal in 365 tagen. tür zu heißt: jetzt will ich wirklich allein sein.
komisch, irgendwie. in meinem leben habe ich auch 894850,09 millionen türen. was ich nicht alles machen kann! hauptsache ich lasse mir alle möglichkeiten offen.
dabei ist es vielleicht zwischendurch einfach mal besser, türen zu schließen. dinge komplett abzusagen. beziehungen einfach "loszulassen". denn manchmal ist es besser, in einem geschlossen raum zu sein. ganz präsent zu sein und nicht ständig zu überlegen, was als nächstes durch den offenen spalt lungert. 

und falls die luft in dem raum schlecht wird... es gibt ja noch fenster.